Diese Webseite verwendet Google Analytics zur Erfassung von Statistik-Daten in anonymisierter Form. Ein Personenbezug kann nicht hergestellt werden. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung.
Zustimmen Ablehnen

Sich einer Angst stellen

Sich einer Angst zu stellen bedeutet, sich in seinem Verhalten nicht länger von der Angst einschränken zu lassen.

Dazu muss man folgendes wissen:

In dem Moment, wo man versucht, nicht mehr mit seinem Verhalten auf die Angst zu reagieren, wird sich die Angst sofort extrem verstärken.

Es erfolgt eine direkte Konfrontation mit dem Gefühl der Angst.

Zwischen Verhalten und Angst-Gefühl gibt es einen unmittelbaren Zusammenhang.

Tut man, wozu die Angst einen treibt, bleibt das Angstgefühl klein. Sobald man aufhört, mit seinem Verhalten auf die Angst zu reagieren, kommt die Angst sofort hoch.

Das liegt in der Natur von Angst. Echte Ängste haben ja gerade die Aufgabe, uns von bestimmten Verhaltensweisen abzuhalten, um uns zu schützen. Wenn wir die Angst ignorieren wollen, wird die Angst immer stärker, bis wir auf die Angst hören.

Bei unechten Ängsten wollen wir die Einschränkung aber nicht haben. Also hören wir auf, unser Verhalten von der Angst diktieren zu lassen und das führt dazu, dass die Angst richtig stark wird und wir voll mit der Angst konfrontiert werden.

Aber nun gibt es einen wichtigen Unterschied zwischen echten und unechten Ängsten:

Echte Ängste werden immer stärker, wenn wir sie ignorieren. Sie wachsen und wachsen bis ins absolut Unermessliche. Es braucht eine gigantische Menge an Ignoranz, um eine echte Angst zu übergehen.

Aber eine unechte Angst löst sich irgendwann einfach auf!

Das heißt, wir stellen uns der Angst, indem wir aufhören mit unserem Verhalten auf die Angst zu reagieren. Das führt dazu, dass die Angst zunächst erst einmal immer stärker wird und dann löst sie sich aber auf. Sie verschwindet einfach.

Das ist ein wirklich magischer Vorgang, den man einfach mal erlebt haben muss.

Was bedeutet es nun genau, nicht mehr auf die Angst zu reagieren, sich in seinem Verhalten nicht mehr von der Angst beeinflussen zu lassen?

Wir hatten zwei Fälle von Angstreaktion unterschieden:

  1. Einschränkung des Handlungsspielraums - nicht tun, was man eigentlich tun will
  2. überflüssiger Aktionismus

Entsprechend bedeutet "nicht mehr auf die Angst reagieren":
1. trotz Angst doch tun, was man tun will
2. den Aktionismus einstellen

nächstes Kapitel: Öffnung für die Gefühle
Stichworte:
Angst